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Wintersingen/Farnsburg/BL

 

Eine besondere Eiche und zwei besondere Linden

 

Unserer Wanderung geht eine Busfahrt voraus: Vom Bahnhof Sissach fahren wir über die Sissacherhöhe bis zur Abzweigung nach Nusshof. Rechts unterhalb der Strasse im Landwirtschaftsgebiet im „Buech“ entdecken wir einen speziellen Baum. Es ist eine Eiche!  Weil sie so „perfekt“ erscheint, d.h. eine symmetrische Form aufweist, glaubt man zuerst, eine Linde anzutreffen, es ist aber eine untypische Eiche. Im Januar 2018 brach ihr der Sturm Burglind einen dicken Ast ab, eine Schönheit ist sie trotzdem geblieben. Eine zweite Eiche, die eher unserem Bild einer Eiche entspricht, steht ganz in der Nähe. Abwärts wandern wir über „Hofmatt“ dem Dorf zu. Im alten Dorfkern entdecken wir auf dem Parkplatz vor dem Pfarrhaus die „Pfarrlinde“, eine etwa 350jährige Winterlinde mit einem Stammumfang von über 5 Metern. Durch eine Öffnung im auskragenden Wurzelwerk sieht man ins Stamminnere. Nun steigen wir zur Kirche hinauf. Über dem Dorf, über den Häusern des alten Dorfkerns, steht dieser spezielle Bau: Es ist eine Winkelkirche, von einer Mauer umgeben, nur durch zwei Tore zu erreichen. Leider war sie bei unserem Besuch geschlossen. Am Friedhof vorbei wandern wir bergan und nehmen dann nach dem Bauernhof schon unweit des Waldrandes den Feldweg nach rechts zur Rickenbacher Höhe. Das letzte Stück gehts auf asphaltierter Strasse weiter. Der Hang zu unserer Linken ist eine reich strukturierte Landschaft mit vielen Einzelbäumen, Hecken, Gebüsch und einem Stück Rebland. Wir folgen ab jetzt dem Wander-Wegweiser zur Farnsburg. Nach einer Viertelstunde auf angenehmem Weg erreichen wir das Tagungs- und Erholungszentrum Waldegg der Heilsarmee. Die Ortschaft Rickenbach und die Tafeljuraflächen des Oberbaselbiets, weiter südlich der Kettenjura, sind vor uns rechter Hand. Auf der bald erreichten Buuseregg sind wir „über den Berg“: Buus, der Aussichtsturm auf dem Sonnenberg bei Möhlin und weiter hinten der Schwarzwald ergeben ein einmaliges Panorama. Weiter folgen wir  dem Wegweiser zur Farnsburg. In grossem Bogen umrunden wir den Farnsberg auf der Nordseite und gelangen über die Fahrstrasse zum Landwirtschaftsbetrieb und Landgasthof Farnsburg. Auf dem Hof leben Weideschweine, Galloway-Rinder mit zottigem Fell und – man staune:  Bisons, gewaltige, urtümliche Tiere. Auf dem Parkplatz steht die etwa 450 bis 500 Jahre alte Sommerlinde. Ihr Stamm ist hohl, Stahlseile halten sie in etwa drei Metern Höhe zusammen. Drei dicke Hauptäste trägt der über 9 m Umfang messende Stamm. Ein Täfelchen, am Baum angeschraubt (!), gibt weitere Infos: Nach der Überlieferung soll die Linde zum Andenken an die Belagerung der Farnsburg vor der Schlacht bei St. Jakob an der Birs (1444) gepflanzt worden sein. Dieses Alter ist nicht gesichert, dendro-chronologische Abklärungen ergaben aber ein Alter von gegen 500 Jahren. Auf einem Kupferstich von Emanuel Büchel von 1754 ist die Linde erkennbar. An zwei grossen Kastanien vorbei steigen wir zur Farnsburg auf. Über eine Brücke erreichen wir die im Westen durch einen tiefen Halsgraben geschützte ausgedehnte Anlage. Vom Turm haben wir eine fantastische Aussicht.                                                                        

Kurz zu ihrer Geschichte: Die Farnsburg wurde 1330 durch die Herren von Thierstein erbaut. Nach deren Aussterben ging die Burg in den Besitz der Herren von Falkenstein über. Hans und Thomas von Falkenstein beteiligten sich auf habsburg-österreichischer Seite am Alten Zürichkrieg. Während die Stadt Zürich von den Eidgenossen belagert wurde, überfielen die Falkensteiner die Stadt Brugg, plünderten sie und legten sie in Schutt und Asche. Danach setzten sie sich auf die Farnsburg ab, wohin ihnen ein eidgenössisches Heer aufrückte und die Burg belagerte. Der Abbruch der Belagerung, die Verschiebung des Heeres Richtung Basel und die darauf folgende Schlacht bei St. Jakob an der Birs rettete die Verteidiger der Farnsburg. Der Zusammenbruch des Hauses Falkenstein liess aber nicht lange auf sich warten. 1461 kaufte die Stadt Basel  die Burg und erweiterte sie. 1798 wurde sie verlassen und von Landleuten in Brand gesteckt. Nur noch als Steinbruch genutzt, zerfiel sie rasch.

 Gegenüber der wuchtig aufragenden Westmauer steigen wir kurz an und kommen auf eine Wiese mit schönen Feuerstellen. Einem Felsabsturz entlang führt der Wanderweg über den Farnsberg zur Bushaltestelle auf der Buuseregg.

Wie hin?
Mit der S3 von Basel oder Olten nach Sissach, Fahrplanfeld 500, weiter mit dem Bus bis Nusshof, Abzweigung, Linie 106, Fahrplanfeld 50.106

Wie zurück?
Mit dem Bus von der Buuseregg zurück nach Gelterkinden, Fahrplanfeld 50.100, Linie Rheinfelden-Gelterkinden, weiter nach Sissach/Basel oder Olten.

Wie lange?
Nusshof, Abzweigung, 593 m ü.M.  - Wintersingen, 430 m ü.M.      25 Min.

Wintersingen, 430 m ü.M. – Rickenbacher Höhe, 557 m ü.M. – Buuseregg, 580 m ü.M. – Hofgut Farnsburg, 641 m ü.M.    1 Std. 30 Min.

Hofgut Farnsburg – Ruine Farnsburg, 731 m ü.M. – Buuseregg, 581 m ü.M.   40 Min.

Kartenmaterial:

LK  1:25 000  Sissach, Nr. 1068

SchweizMobil – Wanderland – Karte

Machen Sie die Wanderung im April/Mai, dann blühen im Baselbiet die Kirschbäume. Wunderschön!

Quelle zur Geschichte der Farnsburg: D. Grütter, Burgen der Schweiz, 2006














 
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